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Geschichte der Brailleschrift:

 

Die Brailleschrift wurde als 6-Punkt-Schrift  1829 von Louis Braille  erfunden. Im Lauf  der Jahre entwickelte sich daraus der Buchdruck für Blinde, es entstanden Braille-Schreibmaschinen und seit 1975 auch elektronisch ansteuerbare Braille-Zeilen. Diese wurden zuerst zur Anzeige der Ergebnisse von Taschenrechnern genutzt. Heute werden sie meist  verwendet, um den Bildschirminhalt von Computern zeilenweise in Brailleschrift anzuzeigen. Damit können Blinde

z. B. Word Dokumente lesen und bearbeiten oder auch im Internet surfen.

 

Braille-Zeile Verwendung und Funktion:

Die Braille-Zeile ist ein Ausgabegerät für Computer. Sie stellt die Zeichen, die sich auf dem Bildschirm befinden, in tastbarer, elektronisch erneuerbarer Brailleschrift dar. Auf diese Weise können Blinde selbstständig am Computer arbeiten.

Jeder einzelne Punkt eines Zeichens wird durch elektronische Ansteuerung eines Piezo-Biegewandlers gesetzt oder gelöscht. Moderne Braille-Zeilen haben Zeichenelemente mit 8 Punkten,  damit können 256 Zeichen (ASCII oder UNI-Code Zeichensatz) ohne Einschränkungen dargestellt werden. Braille-Zeilen werden heute hauptsächlich über den USB-Anschluss, teilweise aber auch über Bluetooth oder W-Lan mit dem Computer verbunden. Sie werden meist durch eine „Screenreader“-Software  angesteuert, die den Bildschirminhalt entsprechend umsetzt  und unterstützend auch Sprachausgabe anbietet.

Es gibt Braille-Zeilen mit 12 bis 80 Modulen. Somit erfolgt  aber nur die Darstellung eines kleinen Ausschnittes des Bildschirmes - maximal 80 Zeichen einer Bildschirmzeile. Deshalb besitzen  die Braille-Zeilen Steuertasten, mit denen der dargestellte Ausschnitt nach oben, unten, rechts oder links bewegt werden kann. Je weniger Module die Braillezeile besitzt, desto mehr Steuerbefehle muss der Benutzer ausführen. Die meisten Braille-Zeilen sind aber so zu programmieren, dass bestimmte Zustände auf dem Bildschirm auch automatisch angesteuert werden können.

Bei modernen Braille-Zeilen existiert das sogenannte Cursorrouting. Hierbei befindet sich ober- oder unterhalb jedes Brailleelementes ein kleines Knöpfchen. Drückt man dieses, so wird der Cursor auf dem Bildschirm an die Stelle geschickt. Dies ist besonders sinnvoll, wenn man einen gelesenen Text unmittelbar korrigieren möchte.

Da Braille-Zeilen technisch sehr aufwendig sind und nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden, sind die Produktionskosten entsprechend hoch.  Die lange Lebensdauer und der hohe Nutzwert rechtfertigt jedoch die Anschaffung.

 

Stifte der Braille-Zeile:

Hier werden die Stifte gezeigt, welche die Blindenschrift darstellen.

 

 

 

Beispiel einer Braille-Zeile:


Die normale Computertastatur wird hier auf das Gehäuse des

Gerätes gestellt.

 

 

 

Louis Braille - Erfinder der Brailleschrift -  Biographie:

 

Louis Braille wurde am 4. Januar 1809 in Coupvray (Seine - et - Marne) als viertes Kind von dem Schuster Simon Rene Braille geboren. Im Alter von 3 Jahren verletzte er sich mit einer Ahle seines Vaters an einem Auge. Das Auge infizierte sich und die Infektion ergriff auch das andere Auge. Er verlor das Augenlicht.

Der Vater schickte seinen Sohn auf das 1784 gegründete Pariser Blindeninstitut. Der größte Teil des Unterrichts wurde mündlich gehalten, es gab Bücher in erhabener Schrift, die jedoch eine Unmenge Platz einnahmen und kaum benutzt wurden. Louis Liebe galt der Musik. Er entwickelte deshalb zuerst ein System für die Notenschrift und später das Punktschrift - System. Louis arbeitete an dieser Schrift zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr. Es handelt sich um ein System von 6 Punkten.

Louis blieb am Pariser Blindeninstitut und arbeitete dort als Lehrer. Sein ganzes Leben lang kämpfte er für den Einsatz seiner Schrift, doch erst im Jahre 1850 wurde sie von der Pädagogischen Akademie Frankreichs anerkannt.

Im Alter von 20 Jahren zog sich Louis eine Lungenerkrankung zu, die sich mehr verschlimmerte. Am 6. Januar, zwei Tage vor seinem 43. Geburtstag, verstarb er an den Folgen.
Seine Freunde und Schüler setzten ihm 1853 ein Denkmal im Pariser Blindeninstitut.

 

Handhabung der Schrift in dieser Zeit:

Geschrieben wurde folgendermaßen: Eine Tafel aus Metall hat auf der unteren Seite Vertiefungen im Sechsersystem. Der darüber klappbare obere Teil hat rechteckige Ausstanzungen, die als Halt für den ahleartigen Stift aus Metall mit Holzgriff dienen. Zwischen den beiden Tafelteilen kommt ein Bogen starkes Papier, das durch Wegrutschen gehindert wird. Mit dem Stift stanzt man Vertiefungen in das Papier, (von rechts nach links).

Je nachdem, wo sich im Sechsersystem die Vertiefung befindet, bedeutet es einen Buchstaben oder eine Zahl oder ein anderes Zeichen. Gelesen wird das Geschriebene spiegelverkehrt. Gelesen werden die ERHABENEN Punkte mit den Fingerspitzen. Wenn man sehend ist und nur Korrespondenz mit einem blinden Menschen führt, kann man auch mit den Augen lesen, die wenigsten Sehenden haben ein so fein ausgeprägtes Tastgefühl, dass sie in der Lage wären, mit den Fingerspitzen zu lesen.

Die beschriebene Methode ist die einfachste am besten bekannte. Heute gibt es natürlich verfeinerte Methoden.

 

Empfehlenswerte LINKS und Surftipps Braille im www:

·· Louis Braille / Kindheit
http://behinderung.org/dbraille.htm

· Das Braille - System
http://behinderung.org/dbalphan.htm

· National Federation of the Blind / englisch
http://www.nfb.org/

· The Story of Louis Braille / englisch
http://www.his.com/~pshapiro/braille.html

· Blindenmuseum im Museum für Völkerkunde ethnologische Objekte
http://www.smb.spk-berlin.de/

Bild: Stifte einer Braille Zeile
Bild: Beispiel, Tastatur auf einer Braille Zeile